Heipek, Lasar, AMEI

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Vom 21.02. bis 15.03. wird im BBK Künstlerhaus die Ausstellung der drei Künstler Mirko Heipek, Doris Lasar und AMEI zu sehen sein.

Vernissage am Freitag dem 20.02.2015 um 19 Uhr
Begrüßung: Beatemarie Busch
Einführung: Dr. Susanne Himmelheber, Heidelberg
Ausstellungsdauer: 21.02. bis 15.03.2015

Mirko Heipek arbeitet schon immer ungegenständlich. Seine vorwiegend mit Acryl auf Karton gemalten Bilder sind von der Formensprache der 60er Jahre inspiriert. Der Farbauftrag ist pastos und bewirkt durch mehrfache, eher trocken aufgetragene Überlagerungen zuweilen eine dreidimensionale Wirkung. Die vorwiegend mittleren Formate präsentieren sich als Such- und Assoziationsfelder im Spannungsbogen zwischen Bewegung und Spontaneität einerseits und konzentrierter Komposition andererseits.

Die neuesten Arbeiten von Doris Lasar haben sich ebenfalls in letzter Zeit wieder stark vom Gegenständlichen abgewandt. Auf den ersten Blick rein abstrakt wirkend, sind jedoch auch Assoziationen zu Landschaften oder Innenräumen nicht ganz ausgeschlossen. Überwiegend handelt es sich jedoch um Muster bildende Strukturen, die den Bildgrund nach dem „all-over“-Prinzip füllen, erzeugt durch die unterschiedlichsten Techniken des Farbauftrags. Die Formate sind, wie meistens bei ihren Arbeiten, eher klein. Parallel dazu zeigt sie eine Serie von Collagen aus ihrem letzten Werkzyklus „Häuser und freie Formen“. Die oft mehrfach gefalteten und durch farbliche Bearbeitungen nur vereinzelt noch als Buchseiten zu identifizierenden Papierfragmente wirken auf ihrem weißen Hintergrund anrührend in ihrer Vergänglichkeit und Verlorenheit. Die Arbeiten spiegeln für die Künstlerin auch die menschliche Existenz zwischen Chaos und Ordnung wider.

Im Kontrast zu den Erstgenannten arbeitet AMEI schon immer und bekanntermaßen gegenständlich. Ihr inhaltlicher Erzählrahmen war immer der eher nahe, persönliche Erlebniszirkel. Die in ihrer letzten Ausstellung im BBK gezeigten Bilder enthielten Dinge, die bildlich ein Eigenleben entwickelten. In dieser Ausstellung geht es nun um die heimatliche Landschaft, den Schwarzwald, der, nicht ohne Ironie, in Zusammenhang mit braver Stickerei und mit aufmontierten Häkeldeckchen gebracht wird. Die Synthese von Malerei, Handarbeit und Thematik bewegt sich augenzwinkernd am Rande des Kitschs und erfreut sich, gerade deshalb, einer besonderen ästhetischen Reibung. Der Wald oder der Bach, die Heuhütten und Wanderwege werden zum Teil illusionistisch eingewoben in abstrakte Muster, Stoffe, Stickblumen und Häkelmandalas.

Die Einführung zur Ausstellung wird Frau Dr. Susanne Himmelheber sprechen, Kunsthistorikerin und Buchhändlerin aus Heidelberg (BücherFrau des Jahres 2010).

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