Horst Antes

Horst Antes

Horst Antes

Horst Antes

Horst Antes studierte von 1957 bis 1959 bei HAP Grieshaber an der Akademie der bildenden K├╝nste in Karlsruhe Malerei. Durch Grieshaber geh├Ârte er zu einer Gruppe von Malern mit eigenst├Ąndigen Profilen, wie Walter St├Âhrer und Heinz Schanz. An der Karlsruher Akademie ist er seit 1967 Professor f├╝r Malerei und leitet eine Malklasse. 1962 hielt er sich in Florenz (Villa Romana), 1963 in Rom (Villa Massimo) auf, wo der Kopff├╝├čler erstmals dreidimensional ausgestellt wurde. 1966 entwarf er Metallplastiken f├╝r einen Garten der sieben Denkm├Ąler der L├╝ste, die Antes 1967 anl├Ąsslich der Bundesgartenschau f├╝r den Botanischen Garten in Karlsruhe ausstellte. 1968 erhielt er eine Gastprofessur an der Hochschule f├╝r Bildende K├╝nste (heute Universit├Ąt der K├╝nste) in Berlin. Seit 1983 ist er Mitglied der Freien Akademie der K├╝nste Hamburg.

Ausgehend von der informellen Nachkriegsmalerei suchte Horst Antes als einer der ersten Pioniere der gegenst├Ąndlichen Malerei nach neuen M├Âglichkeiten der figurativen Malerei, wobei er in Willem de Kooning, der informelle und figurative Elemente verkn├╝pfte, ein Leitbild fand. Er ist Mitbegr├╝nder der neuen figurativen Malerei in Deutschland. Kennzeichnend sind seine ab 1962 entstandenen Kopff├╝├čler, bei denen Anregungen durch die Katchina-Puppen der Puebloindianer eine Rolle spielten, die lange Zeit sein einziges Motiv waren. Ein Kopff├╝├čler, eine sogenannte ÔÇ×KunstfigurÔÇť, besitzt keinen Hals, wenig Brust und Bauch. Kopf und F├╝├če scheinen in eins ├╝berzugehen. Horst Antes war Teilnehmer der documenta III (1964), der 4. documenta (1968), und auch der documenta VI im Jahr 1977 in Kassel.

Er lebt und arbeitet in Karlsruhe, Berlin und Castellina in Chianti (SI) in Italien.

Ausstellungen (Auswahl)
1993 Antes Bilder 1959-93 , Bayerische Staatsgem├Ąldesammlungen , M├╝nchen
2002 Horst Antes und der malerische Aufbruch in den 1960er Jahren , Sprengel Museum Hannover
2004 Horst Antes and Kachinas, Takamatsu City Museum of Art; Itami City Museum of Art; Iwate Museum of Art; Iwaki City Art Museum; The Museum of Modern Art, Hayama
2004 Interieurs, Kunstmuseum Bayreuth
2006 Horst Antes - Das fr├╝he Werk - Bilder und Zeichnungen aus Privatbesitz, Villa Wessel, Iserlohn
2006 Und morgen mal' ich vielleicht ein Bild, Kunsthalle W├╝rth, Schw├Ąbisch Hall

Preise (Auswahl)
Kunstpreis der Stadt Hannover (Pankover-Preis) 1959
Stipendium Kulturkreis der Deutschen Wirtschaft 1960
Kunstpreis Junger Westen der Stadt Recklinghausen 1961
Stipendiat der Villa Romana 1962 in Florenz
Stipendiat der Villa Massimo 1963 in Rom
Stipendium der Aldegrever Gesellschaft, M├╝nster 1966
Preis f├╝r Malerei, XXXIII. Biennale Venedig 1966
Hans-Molfenter-Preis der Landeshauptstadt Stuttgart 1989
Hessischer Kulturpreis, Wiesbaden 1991
Gro├čen Preis der Biennale de S├úo Paulo 1992

Literatur
Reinhold Hohl: Skulptur im 20. Jahrhundert. Ausstellung im Wenkenpark, Riehen/Basel. 10. Mai bis 14. September 1980. Werner Druck AG, Basel 1980, ISBN 3-85979-011-4 (formal falsche ISBN)
Dietrich Mahlow: 100 Jahre Metallplastik. 2 B├Ąnde. Metallgesellschaft AG, Frankfurt 1981, ISSN 0369-2345
Dieter Honisch (Vorw.): 1945 1985. Kunst in der Bundesrepublik Deutschland, (Nationalgalerie, Staatliche Museen, Preu├čischer Kulturbesitz, Berlin), Nicolaische Verlagsbuchhandlung, Berlin 1985, ISBN 3-87584-158-1