Anna Andris und Birgit Schott – Totemstaub und Grünverstricke

Die gemeinsame Ausstellung im Künstlerhaus des BBK Karlsruhe umfasst Fotografie, Zeichnung und Malerei. Durch die breite Palette an Techniken und Sujets zieht sich ein gemeinsamer Pfad der Naturverbundenheit. Der Besucher ist herzlich eingeladen, sich auf eine besondere Reise in die bekannten und unbekannten Landschaften zu begeben, auf welcher er weder von Guides, laminierten Touristenführern oder Karten begleitet noch von Wikipedia-Einträgen darauf vorbereitet wird.

Arbeiten von Anna Andris sind wie Seiten aus einem Reisetagebuch, die Geschichten erzählen. Durch die Reduktion und Abstraktion finden die unscheinbaren Dinge in den Fokus, dem Betrachter wird die Möglichkeit gegeben, sich auf diese zu konzentrieren oder sich der Landschaft als Ganzes zu widmen.
Landschaft, das tierische Leben und die Natur an sich werden zu einem Totem, sie kehren zu ihrer Bedeutung einer alles umfassenden und beschützenden Substanz zurück. Daher ist dort wenig Platz für die menschliche Figur, selbst wenn von seiner Hand stammende Objekte in die Landschaft einziehen und diese mitgestalten.
In Birgit Schotts Fotografien weisen Fragmente aus Kulturlandschaften verborgene Wege durch scheinbar vertrautes oder nahe liegendes Terrain.
Wenn menschliche Zeichen der Naturaneignung und natürliche Figurationen für den Moment eines Augenblicks eng miteinander verwoben werden, entstehen Knotenpunkte, an denen sich schmale Übergänge in eine Terra incognita sichtbar abzeichnen: Wer ist es, der diese Passage-Räume auf Streifzügen durchwandert?

12. Mai bis 3. Juni 2012
Vernissage am 11. Mai, 19.00 Uhr
Begrüßung: Gesa Goldammer
Einführung: Ulrike Hoffmann-Goswin
Musik: Hannes Jung, Helmut Wetter,
Alt- und Tenorsaxophon;
Manfred Gehann, Horn

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